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Wie Eltern ihre Kinder an den Staat verlieren.

 

 -Wo können Eltern heute ihre Kinder an das Jugendamt und den Staat zu verlieren- typische Fallkonstellationen-

 

  • Die schwachen Eltern

 

Eltern, die mit ihren Erziehungsaufgaben auch nur vorrübergehend überfordert waren, was aber dazu führte, dass die Kinder verwahrlosen, riskieren dass ihre Kinder auf unbestimmte Zeit ins Heim oder zu einer Pflegefamilie kommen. Sind die Kinder erst einmal dort, wird es sehr schwer diese wieder zurückzuholen. Wenn Eltern das wünschen, müssen Sie sich an das Jugendamt wenden, um Vermittlung bitten und dann einen Antrag bei Gericht stellen.

Den Kindern wird ein Verfahrensbeistand bestellt. Weder Jugendamt, noch Verfahrensbeistand haben ein wirkliches Interesse daran, dass das Kind wieder zurück zu den Eltern kommt. Eine Heimunterbringung und Pflegefamilie kosten viel Geld. Aber Einrichtungen leben von solchen Unterbringungen und alle Verfahrensbeteiligten werden gegen die Eltern arbeiten. Meist wird auch ein Gutachten erforderlich. Aber auch da haben Eltern nichts Gutes zu erwarten. Eltern müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ihre Pflichten nicht so vernachlässigen dürfen, dass sie ihre Kinder verlieren könnten, da eine Wegnahme aus der Familie heute oft für immer gegen allen Widerstand erfolgt.

 

Hierzu gehören ebenfalls Eltern, die die schulischen Entwicklungen ihrer Kinder nicht ausreichend Aufmerksamkeit widmen und u.U. auch verabsäumen Schulschwänzen zu verhindern. Kinder, die ohne Entschuldigung der Schule fernbleiben, können das heute ca. 1-2 Mal tun, dann erfolgt Meldung ans Jugendamt und sehr prompt eine Gerichtsverhandlung beim Familiengericht. Eltern, die schlecht vorbereitet sind, müssen mit dem Verlust ihrer gesamten elterlichen Sorge mit unabsehbaren Folgen rechnen.

 

 

  • Alleinerziehende Eltern

 

Es gibt Eltern, die sind nur faktisch alleinerziehend. Meist handelt es sich um Frauen, die mit den Vätern nicht verheiratet sind. Die Väter wollen u.U. später das gemeinsame Sorgerecht, was sie nach dem Gesetz auch können. Mütter, die sich gegen ein gemeinsames Sorgerecht oft mit gutem Grund wehren, müssen sehr sorgfältig entscheiden. Jugendämter und Gerichte gehen in einem solchen Fall oft dazu über, den Müttern das Sorgerecht ganz zu entziehen ebenso wenn es mit dem Umgang mit den Expartnern nicht klappt.

Es werden dann hohe Anforderungen an die Belastbarkeit der Alleinerziehenden gestellt, Gericht und Jugendamt im Blick haben, Umgänge organisieren. Allseits vorsichtig und überlegt argumentieren.

 

Alleinerziehende, die tatsächlich alleinerziehend sind, müssen sich im Überforderungsfalle jederzeit dem Risiko wie die schwachen Eltern bewusst sein.

 

Alleinerziehende, die sich bemühen, neben der Kindererziehung auch noch Geld zu verdienen, um nicht von Hartz IV leben zu müssen, denen wird unterstellt, per se nicht zur Erziehung geeignet zu sein (wegen keine Zeit). Es erfolgen immer wieder Anspielungen. Ebenso wird auch wenn der Expartner kein Interesse am Kind hat und man sich seit Jahren nicht mehr sieht, unterstellt, dass die Mutter das zu verantworten hat. Und man versucht immer wieder die Mutter dazu zu zwingen, Umgängen anzubahnen. Auch versucht man den Kindern immer wieder einzureden, sie seien schlecht ernährt, schlecht in der Schule u.a., was aber oft einfach nicht so stimmt;

 

Alleinerziehende wissen, dass über ihnen ständig ein Damoklesschwert hängt. Auffälligkeiten werden ihnen sehr schnell zum Verhängnis und auch wenn der Anlass nur durch Dritte verursacht wird (auch in den Kitas, Schulen sucht man nach Gründen Alleinerziehende als unfähig abzustempeln).

 

  • Verheiratete Eltern im Scheidungsfall

 

Diese Eltern haben auch nach der Scheidung die gemeinsame elterliche Sorge.

Welcher Elternteil daran rütteln möchte, weil er sowieso nicht gut auf den anderen Elternteil zu sprechen ist, sollte sehr vorsichtig sein. Wer hier streiten möchte, bringt sehr schnell Gericht, Gutachter, Jugendamt und Verfahrensbeistand auf den Plan und dem droht der endgültige Verlust der gesamten elterlichen Sorge an den anderen oder auch u.U. beide Eltern. Meist sind diese Verfahren völlig ergebnisoffen. Wer nicht überrascht werden will, muss sich sehr gut überlegen, ob er triftige Gründe hat und ob und wie er diese beweisen will. Leider gilt der Erfahrungswert, dass der der triftige Gründe hat, eher verliert als gewinnt.

Die leidtragenden sind immer die Kinder.

 

  • Missbrauch der Gefährdungslage durch das Jugendamt / Hilfeplan

 

Die Unterfertigende hat es in zahlreichen Verfahren schon erlebt, dass Kinder Opfer von Gewalttaten durch Dritte wurden (also nicht der Eltern wurden). Kinder sind dann tatsächlich hilfsbedürftig. Wenn dann ein Hilfeplan mit dem Jugendamt festgelegt wird und Eltern nicht vollständig über die Wirkungen eines solchen Hilfeplanes aufgeklärt sind, kann es später ebenso zu einem bösen Erwachen kommen. Stellt das Jugendamt fest, es ginge eine Gefahr von den Eltern aus, kann das sehr schnell ebenfalls zum Verlust der elterlichen Sorge führen.

 

Achtung Flüchtlingsfamilien: Es passiert sehr oft, dass Flüchtlingskinder, die in die Schule gehen aufgrund ihres Alters und Einschulung sehr schnell Deutsch lernen. Ihre Eltern schaffen das oft nicht. Auch das kann dazu führen, dass diesen Eltern ihre Kinder genommen werden. Flüchtlingseltern sind mit solchen Verfahren völlig überfordert. Helfer sind hiermit aufgefordert die Eltern zu unterstützen, zumal es für den engagierten Familienanwalt schier unmöglich ist, den überforderten Eltern die Bedeutung der Familienakte nahezubringen. Es gibt zwar für eine Verhandlung einen Dolmetscher, nicht aber für die Akten. Das wird sehr schnell ein Hemmschuh. So werden jetzt vielen Eltern ihre Kinder genommen und sie verstehen noch  nicht einmal warum.

 

  • Auch wenn wirklich etwas Schlimmes passiert ist, helfen Jugendamt und Familiengericht meist nicht

 

Eltern wird gesagt, wenn etwas Schlimmes geschehen ist, zulasten der Kinder muss Strafanzeige erstattet werden. Tun die Eltern das dann z.B. bei Missbrauch in der Familie und vor laufendem Sorgerechtsprozess droht die sofortige Einstellung des Strafverfahrens und Totalverlust des Kindes. Kinder sind oft keine brauchbaren Zeugen im Strafprozess, weil sie nicht das berichten, um einen Täter überhaupt überführen zu können.

 

Fazit:

 

Eltern stehen heute vor einer großen Herausforderung. Gesetzeslage und Rechtsprechung laden förmlich ein, um die Kinder zu streiten. Doch die Realität der Behörden und Gerichte ist tückisch. In aller Regel werden dann für die Eltern oft überraschende Entscheidungen getroffen.

 

 

Das Nachsehen haben immer die Kinder.

 

Verfahrensbeistände und Gutachter sind von den Gerichten wirtschaftlich abhängig.

 

Straftaten, die zulasten der Kinder gehen werden in aller Regel nicht aufgedeckt.

 

Familiengerichte und Gutachter sind nicht gehalten, sich an wissenschaftliche Standards zu halten.

 

Familienverfahren und Gutachten sind teuer. Eltern werden nicht über Risiken und Kosten, die sie selbst tragen müssen aufgeklärt.

 

Die wenigsten Familienhelfer und Vereine sind meist auch keine wirklichen Hilfen für Eltern und Kinder in Not.

 

 

 

 

Wichtig!!!!!!!

 

Dieser Beitrag ersetzt keine eingehende Prüfung und rechtliche Beratung im Einzelfall. Eine Haftung hierfür kann daher nicht übernommen werden.

 

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Elisabeth Aleiter

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24.09.2018

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