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Stillen - kann für Eltern zum Problem werden

Das Problem: Ist Stillen von Kindern über lange Zeit tatsächlich ein Problem?

 

Am Beispiel eines Praxisfalles:

 

Sachverhaltsschilderung:

 

Die Kindeseltern Peter und Sabine Brösel sind schon lange geschieden. Frau Brösel sorgt alleine für die gemeinsame Tochter Lisa 3,5 Jahre, die bei ihr lebt. Der Vater zahlt Kindesunterhalt. Er besucht seine Tochter bei der Mutter zuhause und spielt mit dieser ca. 1-3 Male pro Woche, wie er Zeit dazu findet.

 

Frau Brösel ist selbst Hebamme und Verfechterin der gesunden Mutter-Kind-Beziehung.

 

Frau Brösel gibt ihrer Tochter immer noch die Brust, meist nachmittags, wenn sie von dem Kindergarten nach Hause kommt, damit diese gut einschlafen kann und sich erholen kann. Das ist eine feste Gewohnheit im Leben der Tochter.

 

Lisa hat eine enge und völlig altersgemäße Beziehung zu ihrer Mutter. Sie ist sehr intelligent, weil sie sich sicher und geborgen fühlt.

 

Der Vater kommt 1-3 Male pro Woche, nach dem Nachmittagsschlaf der Tochter. Manchmal holt er sie auch vom Kindergarten ab.

 

Derzeit ist die Tochter nach den Nachmittagsumgängen, zu denen sie nicht nach Hause kommt und Umgänge mit dem Vater pflegt immer sehr ermüdet und jammert wenn sie zuhause bei ihrer Mutter ist. Sie ist dann oft unausgeglichen.

 

Den Kindergarten empfindet sie nicht als Trennung von ihrer Mutter. Sie hat dort viele Freundinnen dort und die Mutter hat vielen dieser Kinder auf die Welt geholfen. Die Eltern dort teilen ähnliche Ansichten die Kinder betreffend.

 

In dieser Zeit stellt der Kindesvater die Forderung an die Kindesmutter, dass er ein Wechselmodell möchte und er schließlich genauso gut für sein Kind da sein will und kann.

 

Die Kindesmutter erklärt ihm, dass sie dagegen gar nichts hat. Er sollte doch ein wenig zuwarten, bis Lisa nicht mehr das Heimkommen vom Kiga mit anschließendem Stillen benötigt. Sie schildert dem Vater wie geschafft die Tochter ist, wenn der Vater sie nach dem Kiga abholt und mit ihr etwas unternimmt und sie keinen Schlaf hat.

 

Der Vater meint, dann soll sie länger im Kiga bleiben und dort schlafen. Doch die Mutter erklärt, dass das nicht dasselbe ist.

 

Sie braucht auch noch die Ruhe mit der Mutter, das Stillen und Einschlafen. Sie ist da noch sehr auf die Mutter angewiesen.

 

Der Vater erklärt, er war deshalb schon beim Jugendamt und dort hat man ihm erklärt, dass das viel zu lange sei und ein Kind in diesem Alter gehört gefälligst abgestillt und ein Wechselmodell ist gerade für kleine Kinder sehr gut.

 

Der Vater meint, die wüssten doch so etwas und hätten Ahnung von so etwas.

 

 

Die Kindesmutter ist entsetzt und kann so etwas gar nicht glauben.

 

Der Kindesvater fordert, dass man es zumindest einmal versuchen solle. Er ist sich selbst nicht sicher, ob er das tatsächlich schaffen könnte.

 

Die Kindesmutter ist nicht sicher, was sie nun tun soll. Außergerichtlich eine Verständigung suchen oder es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen?

 

Rechtliche Einordnung:

 

Die Kindesmutter wendet sich an Rechtsanwalt Kummer und fragt ihn um Rat.

 

Er kennt die Ansichten der Behörden, die genauso liegen, wie der Vater berichtet hat.

 

Hier geht es aber nicht darum, nur den Vätern mehr Rechte einzuräumen, sondern darum Streitigkeiten zu unterstützen.

 

Rechtsanwalt Kummer rät ab von Streitigkeiten vor Gericht, da Mütter mit der Einstellung von Frau Brösel in aller Regel einen Rechtsstreit eher verlieren könnten.

 

Mütter, die ein enges Verhältnis zu ihren Kindern haben, werden nicht gerne gesehen.

 

Daher sollen Kinder in den Kindergarten, ins Wechselmodell und in Einrichtungen. Möglichst den ganzen Tag.

 

Daher ist es eher ratsam für beide Eltern im Sinne ihrer Kinder sich zu verständigen und möglichst nicht Behörden in diese Streitigkeiten einzuflechten.

 

 

 

 

 

Wichtig!!!!!!!

 

 

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13.09.2026

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