Sexueller Missbrauch von Kindern
Was ist bei einem Fall von sexuellem Missbrauch an untypischen Verhaltensweisen von Kindern und den Tätern für Eltern und auch für Fachpersonal nicht so leicht zu erkennen
Eine Kindesmutter teilte der Unterfertigenden erst neulich wieder, dass sie selbst nicht verstanden hatte, was sich da konkret zwischen ihrer Tochter und dem Täter tatsächlich abgespielt hat:
Folgende Dinge müssen Laien, die mit Missbrauch konfrontiert werden, unbedingt berücksichtigen:
- Kinder verstehen oft nicht, was mit ihnen geschieht. Mangels Aufklärung finden sie sich schnell mit diesen Übergriffen ab und es passieren leicht Fällen in denen Kinder jahrelang missbraucht werden;
- Da Kinder nicht wissen, was da geschieht, finden sie zwar keine Worte dafür, halten es aber für normal und halten auch die Täter für befugt das zu tun;
- Kinder unterstützen die Täter daher, wenn sie das einmal akzeptiert haben, sie gehen mit dem Täter mit, ziehen sich selbst aus, warnen den Täter, lügen vor den Eltern
- Kinder verleugnen sich selbst und u.U. auch ihre Eltern;
- Kinder nehmen die Drohungen oder Versprechen, die sie vom Täter erhalten, unbedingt Ernst;
- Kinder müssen dann nicht u.U. schlechter in der Schule werden, zeigen keine übermäßige Angst oder Trauer, denn für sie ist es normal;
- Kinder haben völlig unterschiedliches Schmerzempfinden, es gibt Kinder, die so gut wie alle Empfindungen wegdrücken, so dass Täter schier unsägliche Handlungen ausführen und den Eltern alles verborgen bleiben kann;
- Behinderungen werden von Tätern bewusst genutzt, damit die Opfer schlechter aussagen können, wenn es später doch einmal herauskommt;
- Eltern müssen keine schlechten Eltern sein, wenn sie es nicht bemerken;
- Täter leben mit den Opfern in einem Bereich, den die Eltern schlicht nicht erreichen
Fazit: Behördenmitarbeiter, Gerichte sind leider immer noch nicht ausreichend geschult und können selbst oft mit den Fallschilderungen nichts anfangen oder sind sogar oft damit überfordert;
Wichtig!!!!!!!
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20.04.2026
