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Recht und Psychologie

Vom Umgang mit schwierigen Mandanten: Wer ist ein Querulant, wer ist wirklich in Schwierigkeiten und wer ist beides? – Was können Mandanten hieraus lernen?

 

Mandanten sind Menschen. Sie kommen zu einem Rechtsanwalt, weil sie ein Problem haben, das sie gerne gelöst wissen wollen. Sie gehen davon aus, zu dem richtigen Anwalt zu gehen und der gut ist und ihre Probleme löst.

 

Mit anderen Worten ein Rundumsorglospaket?

 

Oft wissen Mandanten nicht, was sie eigentlich dazu tun müssen, damit ein Mandat wirklich eine Erfolgsaussicht hat. Ihnen ist nicht klar, dass ein guter Anwalt zwar schon einmal ein guter Anfang ist, aber leider nur ein sehr unwesentlicher Teil. Folgendes ist erforderlich:

 

  • Der Fall, den der Mandant mitbringt muss an sich eine gewisse Erfolgsaussicht mitbringen. Mandanten, die der Meinung sind, ein schlechter Fall wird durch Unwahrheiten und dem entsprechenden Anwalt schon gut, muss eines besseren belehrt werden. Anwälte und ihre Mandanten haben Wahrheitsverpflichtungen.

Hier sind die Anwälte gefragt, im Erstgespräch genau Chancen und Risiken aufzuzeigen. Dazu gehören auch die Kostenrisiken.

 

  • Der Mandant muss in der Lage sein, entweder die Kosten des Falls zu tragen, der sich u.U. aus Gerichts-und Anwaltskosten und Kosten des Gegners zusammensetzen können oder der Fall muss gut geeignet sein, um Prozess-bzw. Verfahrenskostenhilfe zu bekommen.

 

  • Für den Mandanten ist das jetzt leider nicht schön, aber er muss kräftig mitarbeiten. Er muss sich selbst die rechtlichen Anforderungen antrainieren, damit er seinen Fall sicher beherrscht. Er muss alle Unterlagen, Belege und Beweise, die sein Anwalt braucht, zeitnah in Kopie herbeischaffen. Je nach Fall u.U. eine sehr harte Tätigkeit.

 

  • Mandanten müssen ebenfalls eine gewisse Langmut mitbringen. Wer davon ausgeht, nun alles zu gewinnen und keine Tiefschläge einstecken zu müssen, weit gefehlt. Hier fangen die Prüfungen erst an.

 

 

 

 

  • Ebenso müssen Mandanten mit den Fragen des Gerichts oder den menschlichen Schwächen der sonstigen Verfahrensbeteiligten lernen klarzukommen.

Manche Reaktionen sind völlig überzogen. Oft ist das nur das übliche „Verfahrensgebahren“ mit anderen Worten nur Show. Aber das gehört ebenfalls zur Überlebensstrategie in einem solchen Fall.

 

  • Mit jedem Schreiben oder Schriftsatz, das im Fall bei Mandant und Anwalt eingeht, beginnt die Arbeit für beide von vorne. Beide müssen die Schreiben und Schriftsätze prüfen, sondieren, abgleichen. Es müssen Erwiderungen geschrieben werden, immer wieder müssen die Erfolgsaussichten insgesamt abgeklärt werden.

 

Auch Anwälte wissen oft nicht, was so auf sie zukommt. Der Traummandant, der alle Unterlagen parat hat, alle Fragen beantworten kann und der im Prozess immer ideal reagiert, den gibt es leider nicht. Der Mandant ist meist für den Rechtsanwalt die interessanteste Begebenheit am ganzen Fall aber gleichzeitig das größte Risiko.

 

  • Erfahrene Anwälte wissen, jeder Gang zu einer Behörde, Gericht mit dem Mandanten ist das größte Risiko. Hier muss die absolute Aufmerksamkeit auf dem Mandanten liegen. Jede Bewegung, jede Regung und Gemütslage ist zu prüfen und hier muss auch nach außen eine Einigkeit gewahrt und gezeigt werden. Schwächen werden sofort vom Gericht als auch von der Gegenseite genutzt.

 

  • Schwierige Mandanten, die poltern, sich auch gerne einmal mit dem eigenen Anwalt Streitgespräche liefern, sind oft meist gar keine Querulanten. Hier lohnt es oft im Gespräch der Ursache auf den Grund zu gehen und nach einer Klärung wieder zur Tagesordnung überzugehen. Nur wenn das Verhalten bleibt, sollte dem Mandanten die Kündigung nahegelegt werden. D.h. natürlich dass der Mandant kündigt. Ein Rechtsanwalt sollte niemals aus Wut oder Erregung kündigen.

 

  • Mandanten, die eine zweite Meinung wünschen, einen weiteren Kollegen ins Boot holen, sind nicht schwierig. Sie sind der Chef. Anwälte sollten das akzeptieren und sich nicht zurückgesetzt fühlen und den neuen oder die anderen Kollegen zuvorkommend und freundlich behandeln. Ganz nach dem Motto immer schön professionell bleiben und kooperationsfähig sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:

Mandanten müssen vieles für ein erfolgreiches Verfahren mitbringen.

Rechtsanwälte aber ebenso.

Schwierige Mandanten sind zunächst einmal Menschen, die aufgefangen werden müssen.

 

Die Probleme müssen erst einmal angehört und geordnet werden.

 

In aller Regel sind die Gedanken oft so mächtig, weil keine Ordnung herrscht.

 

Eine Aufgabe, die viele Rechtsanwälte und Kanzleien vor völlig neue Aufgaben stellt.

 

Wichtig!!!!!!!

 

Dieser Beitrag ersetzt keine eingehende Prüfung und rechtliche Beratung im Einzelfall. Eine Haftung hierfür kann daher nicht übernommen werden.

 

Es werden bewusst Einzelfälle gewählt.

 

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Elisabeth Aleiter

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06.12.2019

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