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Narzissmus - Das sagt Ihr Anwalt dazu!!!

  1. I.                Narzismus – was fragen Mandanten – was antwortet Ihr Rechtsanwalt???

 

Narzissmus wird auf tausenden von Websiten erörtert. Viele Betroffene sprechen von schlimmen, rachsüchtigen Personen, die sie an die Grenze ihrer psychologischen und finanziellen Leistungsfähigkeit bringen. Meist geht es um ehemalige Lebenspartner, die von Traumpartnern zu echten Monstern mutiert sind.

 

Wer als Rechtsanwalt im Scheidungs- bzw. Erbrecht tätig ist, kann ein Lied davon singen. Jeder Anwalt kennt Fälle, die sich nicht auf normalem Wege lösen lassen, weil die Gegenreaktion der Gegenseite unnatürlich scharf und hartnäckig ist. Ganz schlimm sind Fälle, die sich durch diesen unnatürlich wirkenden Widerstand auch noch gegen jede praktische Erfahrung ins Gegenteil verkehren und jederzeit zum juristischen Fiasko bzw. Abenteuer werden können.

 

Mandanten stellen dann in aller Regel die gleiche Frage: Warum findet das keine Beachtung vor Gericht? In aller Regel werden in solchen Verfahren keine Anträge gestellt, die da lauten die Gegenseite psychiatrisch untersuchen zu lassen.

 

Wer sich gut in einem Prozess verkaufen kann, gilt in der Regel als gewitzt und fähig und nicht als psychisch krank. Jede Art von Druck und scharfe Kommentare gehören zum Geschäft!

 

  1. II.              Narzissmus fristet im Rechtsalltag ein Mauerblümchendasein bei Gericht und Gutachtern

 

Bei den Richtern kommt das Problem selten zum Bewusstsein. Im Gegenteil, Narzissten sind in ihren Augen meist angenehme Partner, die ihre Lösungen schnell annehmen, um zum Erfolg zu kommen. Der Widerstand richtet sich wohlweislich nicht gegen das Gericht! Auch Gutachter und alle, die dem Gericht zuarbeiten sehen das so! Daher gibt es vor Gericht in aller Regel keine Hilfe gegen Narzissmus. Narzissmus vor Gericht anzusprechen, ist daher ganz falsch.

 

 

 

 

 

 

  1. III.             Was kann man dem Mandanten raten?

 

1)     Liegt richtiger Narzissmus vor, muss ein Rat unbedingt beherzigt werden. Wer von einem Narzissten geschädigt wurde, wurde auch von ihm geprägt. Wer wirklich einen Prozess gegen einen Narzissten führen möchte, muss sich über eines ganz klar sein: Der Widerstand wird außerordentlich hart sein und der Narzisst weiß immer vermeintlich mehr als sein Gegenspieler. Nicht weil er intelligenter wäre, sondern weil er kein kindliches Urvertrauen hat und für solche Situationen vorbaut und plant. Er wird also seine Unterlagen parat haben und jede noch so schwierige Situation parieren können. Es sollten also nur Personen einen Rechtsstreit mit einem Narzissten tätigen, die keine Alternative dazu haben.

2)     Prozesse des Nichtnarzissten scheitern aber auch an ganz anderen Gründen: Der Nichtnarzisst baut seine Hindernisse oft selbst auf, weil er unterbewusst immer noch vom Narzissten geprägt ist und verfrüht aufgibt, wieder Kontakt mit dem Narzissten sucht u.a.. Das wird aber immer zum Scheitern führen und eine Retraumatisierung zur Folge haben! Hier kann ich nur einen dringenden Rat erteilen. Wer einen Rechtsstreit mit dem Narzissten meint führen zu müssen, braucht dringend psychologische Unterstützung, die mit dieser Thematik unbedingte Erfahrung hat. Erst wer sich vom Narzissmus wirklich gelöst hat, hört auf, sich Hindernisse selbst zu stellen und hat im Prozess mehr Erfolgsaussichten. Hier gehören auch die Fragestellungen, in denen man sich selbst zum hilflosen Opfer stilisieren lässt oder man immer wieder Argumente des Narzissten übernimmt.

3)     Auch im Gerichtsprozess gilt, keine Kommunikation mit dem Narzissten. Wer sich durch einen Prozess wieder zum Narzissten hinziehen lässt, hat u.U. mit Zitronen gehandelt, weil er u.U. nicht nur den Prozess, sondern auch noch seine mühselig erworbene Distanz verloren hat. Für den Narzissten wird der Prozess zu Komfortzone und damit ist ein Ende noch weniger absehbar.

4)     Sonderfall: Gemeinsame Kinder: Hier gilt nur die Kinder haben absoluten Vorrang. Es gilt alles zu tun sie zu schützen. Hier muss man den gemeinsamen Dialog betreffend die Kinder aufrechterhalten, um keine Sorgerechtsentscheidung betreffend der Kinder zu riskieren auch muss man im Umgangsverfahren offen sein, was Umgänge angeht. Ist der Partner nur schwierig, ist das noch ein leichterer Fall. Unerträglich wird es, wenn Narzissten sogar im Rahmen einer Trennung dazu übergehen, die gemeinsamen Kinder zu misshandeln und in den Streit einzubeziehen.

 

Da Jugendämter und dienstliche Helfer hier keine geeigneten Unterstützer sind, brauchen betroffene Personen dringend ein privates Helfersystem. Echte Freunde, echte Helfer, die zu Gesprächen und Gerichtsterminen verlässlich über lange Zeit ihre Begleitung gewährleisten können. Sonst droht der Verlust aller Verfahren und Verlust der geliebten Kinder, die beim narzisstischen Partner völlig unzureichend untergebracht sind, aber das erkennt die Öffentlichkeit kaum.

 

 

 

Fazit: Eine juristische Auseinandersetzung mit einem Narzissten erfordert kühle Berechnung, Mut, überzeugende Unterlagen und Beweise und Unterstützer.

 

Am wichtigsten aber, man sollte sich unbedingt entscheiden d.h. nur Rechtsstreite, die geführt werden müssen sind in einem solchen Fall wirklich ratsam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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21.06.2021

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