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Jugendliche Intensivtäter - ein schwieriges Feld.

Jugendliche Intensivtäter – ein schwieriges Feld

 

 

Sachverhalt: Eine alleinerziehende Mutter muss alleine für den Lebensunterhalt ihrer 2 Söhne sorgen. Beide Söhne sind mitten in der Pubertät. Sie sind intelligent und eigenwillig. Sie stoßen ab der 4. Klasse an ihre Grenzen. Sie tun aber real nicht mehr, als andere Kinder früher. Sie gehen raus, toben mit den anderen Kindern, stecken ihre Grenzen ab. Es gibt Raufereien. Bei denen sie und auch andere Kinder verletzt werden.

 

Die Mutter beobachtet, dass auch die Lehrer die Kinder sehr oft zu hart anfassen, beleidigen und übermäßig bestrafen.

 

Als die Kinder innerhalb der Schule von der Grund- in die Mittelschule gewechselt sind, überschlagen sich die Ereignisse. Es gibt auch in der Mittelschule Auseinandersetzungen, an denen die Kinder unserer Mutter beteiligt sind aber nicht mehr als andere Kinder auch. Doch es werden Unterschiede zwischen den Kindern unserer Mutter und den anderen Kindern gemacht.

 

Sofort 6 Wochen nach dem Schuljahresbeginn wird die Kindesmutter vor ein 10köpfiges Gremium geladen (davon wusste sie nichts). Es besteht aus Schulleitung, diversen Lehrern und der örtlichen Jugendpolizei. Auf Bitten der Kindesmutter wird ihre Anwältin nicht zu dem Gespräch zugelassen. Am Ende dieses Gespräches werden ihre Kinder auf unbestimmte Zeit von der Schule ausgeschlossen. Auch das Jugendamt ist involviert. Das Jugendamt kämpft nicht für die Rechte der Kinder auf Beschulung.

 

Die Kinder sind völlig entsetzt, bitten in ihre Schule gehen zu dürfen (das war noch vor Corona) sind völlig verzweifelt und aus ihrem Alltag gerissen. Zuhause müssen diese über Monate bleiben, ohne Beschäftigung und Unterstützung der Schule. Auch das Jugendamt tut nichts hierzu bzw. ist der Ansicht nur die Freitzeitbeschäftigung der Kinder zu unterstützen. 

 

Es kommt wie es kommen muss, die Kinder machen viel Unsinn und treffen sich auch mit anderen Kindern, denen es ähnlich geht, außerhalb der Schule. Diese Maßnahme fördert also weitere Kriminalität, statt sie zu unterbinden.

 

 

Schlägereien und schlechter Umgang sind die logische Folge hiervon. Die Polizei stösst damit weiter auf die Kinder und notiert jede Straftat unter separatem Aktenzeichen, um diese dann wegen des Alters der Kinder wieder einzustellen.

 

Nach einigen Raufereien unter Gleichaltrigen, bei denen keiner schwer verletzt wurde und auch Ladendiebstählen (Schaden liegt bei unter 100 EUR), werden diese Jugendlichen als Intensivtäter geführt und verfolgt.

 

Das soll kein Plädoyer für kriminelle Jugendliche werden. Anwälte versteigen sich manchmal zu solchen Äußerungen und Verharmlosungen. Das soll hier nicht so geschehen. Selbstverständlich handelt es sich hier um Straftaten und diese müssen auch bewertet werden. Aber ist es sinnvoll aus solchen Jugendlichen, die an ihre Grenzen stoßen, nicht sofort in die Schublade Intensivtäter zu stecken, anstatt diese zu unterstützen. 

 Es werden so leider auch Intensivtäter aus sich heraus geschaffen, ohne diesen Jugendlichen wirkliche Chancen zu bieten. 

 

Es muss daher dringend für alle Helfer und Eltern aufgezeigt werden, dass dieser aggressive Weg, aus Kindern in jedem Fall Verbrecher stempelt und keine Lösung bietet.

 

 

 

 

Fazit: Jugendämter und Polizei arbeiten eng vernetzt in diesen Fällen zusammen. Jugendliche, oft unter 14 Jahren fallen in der Schule auf, weil sie unterfordert sind und hierauf mit Gewalt bzw. Protest reagieren. Die Schulen haben kaum Reaktionsmöglichkeiten (Gewalt ist nicht erlaubt). Also werden renitente Schüler aus der Klasse geholt, verwarnt. Wenn das nicht hilft beurlaubt, wenn das nicht hilft, droht der Ausschluss. Können Eltern nicht einwirken, wird das Familienrecht aktiviert, Eltern wird die Sorge genommen, Kinder kommen ins Heim. Wenn das nicht hilft in den Jugendknast. Mehr hat man heute nicht zu bieten. Doch nicht alle aufmüpfigen Jugendlichen sind tatsächlich auch wirklich Intensivtäter oder werden es.

 

Diese Maschinerie, die für Eltern und Ihre Kinder sehr gewaltig wirken und erscheinen mag, kann wenn sie nicht richtig oder vorschnell angewandt wird, tatsächlich Leben und Familien zerstören.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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12.08.2021

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