Für besorgte Eltern ist eine gute Beratung extrem wichtig
Eltern in Familienverfahren – es ist viel los
Im Zentrum des Geschehens!!!- Eltern eine bedrängte Spezies!
Sachverhalt: Hildegard Brösel und Max Brösel sind seit 4 Jahren geschieden. Sie haben 2 Kinder Daniel 7 und Maria 5 Jahre. Beide Eltern haben die gemeinsame Sorge. Die Kindesmutter ist sehr bemüht, dass die Kinder regelmäßig ihren Papa sehen. Doch wenn diese von den Umgängen zurückkommen, dann sind sie verdreckt, aufgewühlt und unglücklich. Die Kindesmutter versucht alles mit dem Vater zu besprechen, es ändert sich aber nicht. Der Vater besteht auf regelmäßigem Umgang (bisher alle 14 Tage über das Wochenende, hälftige Ferien und Feiertage) und möchte noch mehr. Die Kinder wollen gar keinen Umgang und sträuben sich bei der Übergabe mehr und mehr. Daniel gibt oft heftige Widerworte. Maria leidet still.
Schließlich wendet sich Hildegard Brösel an den Rechtsanwalt Kummer und bittet ein familienrechtliches Verfahren einzuleiten. Sie möchte die Alleinsorge für die Kinder und sie möchte eine Umgangspause für die Kinder.
Rechtsanwalt Kummer nimmt sich viel Zeit für die Erstbesprechung seiner neuen Klientin.
Rechtsanwalt Kummer kann ihr jedoch zu einem Sorgerechtsantrag, wie ihn das Gesetz zwar gewähren würde, trotzdem wegen der damit zusammenhängenden praktischen Problemstellungen in einem Sorgerechtsverfahren (Gefahr des Verlustes der Sorge durch die Mutter, familienrechtliches Gutachten und ähnliches) nicht zuraten!
Am Ende des Gespräches ist sich Frau Brösel sicher, dass Herr Rechtsanwalt Kummer kompetent ist aber sie versteht seine Zögerlichkeit nicht.
Sie fragt daher, ob er bereit ist, sie mit allem Nachdruck in einem solchen Verfahren zu vertreten und ob er Mut dazu hätte.
Er erklärte, dass es keine Frage des Mutes sei, sondern eine Frage dessen wie man die Folgen eines Verfahrens realistisch einzuschätzen habe.
Hauptrisikopunkt ist bei solchen Verfahren, dass Eltern die Sorge ihrer Kinder sehr schnell an den anderen Elternteil verlieren können.
So ein Antrag birgt das Risiko. Auch ein jahrelanges und sehr stressreiches Verfahren kann damit verbunden sein. Auch erhebliche Kosten können mit einer Begutachtung einhergehen.
Eltern können und wollen das oft nicht glauben.
Fazit: Die Eltern fragen ihre Anwälte oft zu Beginn eines familienrechtlichen Mandates, wo es um ihre Kinder geht, ob diese den Mut haben, entschieden gegen die Gegenseite vorzugehen. Die Gegenseite ist in diesen Verfahren kein Thema.
Hier ist Fingerspitzengefühl und Wissen um die Besonderheiten dieser Verfahren wichtig. Mut ist ein schlechter Ratgeber, der meist sehr schnell verpufft.
Eltern müssen sich früh wirklich kompetent beraten lassen, um alle Problemstellungen wirklich zu kennen!
Wichtig!!!!!!!
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Elisabeth Aleiter
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19.04.2026
