Der Stuhlkreis im Kindergarten - Privatsache? Weit gefehlt!
Der Stuhlkreis im Kindergarten – Privatsache? – Weit gefehlt
Müssen Eltern ihren Kindern beibringen, was sie im Stuhlkreis sagen dürfen und, was nicht?
Was Kinder im Stuhlkreis berichten ist nicht ihre Privatsache!
Sachverhalt: Die Eltern Hans und Traudel Brösel streiten vor dem Familiengericht. Der Vater hat seine 6 Jährige Tochter seit der Trennung nicht gesehen. Die Kindesmutter möchte einen begleiteten Umgang, da sie davon ausgeht, dass der Vater sein Kind überfordert und u.U. auch misshandelt. Der Kindesvater streitet alles ab und beantragt beim Familiengericht sofortigen Umgang.
Als das Familiengericht dann im Gerichtstermin beide Eltern, das Jugendamt und den Verfahrensbeistand befragt, berichtet eine der Jugendamtssachbearbeiterinnen ganz ungerührt, was die 6jährige Tochter im Stuhlkreis des Kindergartens so in jüngster Zeit gesagt haben soll. Da soll sie unter anderem gesagt haben, dass sie den Vater sofort sehen wolle und er ihr „sehr fehlt“. Die Kindesmutter ist außer sich.
Sie hat weder dem Kindergarten, noch dem Jugendamt eine Erlaubnis gegeben solche Dinge auszutauschen. Überdies wusste sie ja nicht einmal selbst, was ihre Tochter im Stuhlkreis so berichtet.
Heute ist sowohl Eltern als auch Kindern wirklich eine Art Coaching für solche Außenauftritte anzuraten, denn die Behörden nutzen solche Informationen.
Aus Sicht der Unterfertigenden ist das ein Verstoß gegen den Datenschutz der Kinder, die sich hier in einem völlig geschützten Kreis bewegen sollen. Die Praxis sieht aber völlig anders aus!
Fazit: Eltern müssen heute extrem wachsam sein. Sie müssen ihre Kinder aufklären und sie aber auch in ihren psychologischen Bedürfnissen nach Nähe und Beschäftigung selbst fördern. Auch ist es wichtig immer Vertrauen zu den Kindern zu halten und sie immer dazu zu bewegen, Zuhause über alles zu berichten, was draußen geschieht. Nicht alle Kinder sind in der Lage, sich aus dieser Situation sich selbst wieder zu befreien. Dieser Bericht zeigt, wie verschieden sich solche Situationen für Anwälte und ihre Klienten sich darstellen können.
Eltern müssen sich früh wirklich kompetent beraten lassen, um alle Problemstellungen wirklich zu kennen!
Wichtig!!!!!!!
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20.04.2026
